
Baujahr 1975
Typ Erria 25
Eine Bandholm, die nie in Bandholm gebaut wurde.
Refit
Bei einer mittlerweile 45 Jahre alten GFK-Yacht gibt es mit Sicherheit immer irgendetwas zu reparieren. Kleiner Dinge haben wir schon umgetzt:
- wasserdichte Decksdurchbrüche
- Austausch Deckslüfter
- neue Festmacher, quadratgeschlagen, mehr Reck
- Cockpitgrating entlackt und gründlich geölt
- und viele andere Kleinigkeiten
Da wir im Frühjahr dieses Jahres nicht ins Wasser kommen, soll es jetzt etwas großes werden. Wir haben uns kurzerhand dazu entschlossen, die Sanierung des gesamte Unterwasser-Schiff um ein Jahr vorzuziehen. Dank Covid-19 verbringt das Schiff jetzt viel Zeit an Land.
Erstmal muß die alte Beschichtung herunter. Nach dem Abkratzen des alten Antifouling sind vier weitere Farbschichten ans Tageslicht gekommen:
- unserer Primer aus dem vergangenen Frühjahr (silbergrau)
- eine harte Grundierung (grauschwarz)
- ein Polyesterspachtel (UP)
- und der original Gelgoat, stellenweise bis zu 0,8mm stark
Auch einige kreisrunde Flecken tauchten auf. Osmose? Beim Anschleifen wird klar, daß die Flecken tatsächlich Blasen zwischen dem Gelcoat und dem GFK sind. Wasser oder Feuchtigkeit sind nur ganz vereinzelnt zu finden, das GFK darunter zeigt nur vereinzelt leichtere Auflösungen. Ich schätze das nicht als dramatisch, aber als sanierungsbedürftig ein. Die einzelnen Blasen sind ca. 3-6mm im Durchmesser. Allerdings zählen wir Stellenweise bis zu 60 Blasen auch einer Fläche von 10cmx10cm.
Die Schicht mit dem Polyesterspachtel läßt uns vermuten, daß schonmal jemand versucht hat, diese Blasen durch eine Schicht zu glätten. Nach viel Lesen von diversen Ratgebern rund um Rumpf-/Osmosesanierungen schätze ich eine Schicht von Polyesterspachtel auf einer Gelcoat-Schicht für wenig optimal ein. Also soll alles runter und mit Epoxidharz neu aufgebaut werden.
Nach Rücksprache mit einem Berater der Fa. Klingspor hatten wir zwei passende Schleifpapiere für die vorhandene Rotex ausgewählt: PS22K mit einer 24er Körnung und ein PS33 mit 40er Körnung. Daneben kommt ein Staubsauger zum Einsatz. Daneben eine Staubschutzmaske und eine Schutzbrille zum persönlichen Schutz.
